Unser pädagogisches Konzept

Unser Bild vom Kind

Wir begreifen das Kind als eigenständige Persönlichkeit, welches seinen ureigenen Charakter, individuelle Interessen und Bedürfnisse, Fähigkeiten und seinen eigenen Entwicklungsplan hat. Jedes Kind hat einen eigenen Willen und eine eigene Meinung, welche es deutlich vertreten kann. Es ist dem Erwachsenen gleichwertig und verdient ein hohes Maß an Zutrauen in seine eigene Fähigkeit, mit alltäglichen Situationen selbstständig umzugehen (z.B. Konfliktbewältigung). Es gilt, den Kindern nicht unsere Ansichten über erfahrenswerte Dinge überzustülpen, sondern herauszufinden, was sie wirklich bewegt, und ihnen ein alters- und entwicklungsgerechtes Maß an Mitbestimmung einzuräumen. Die Kinder sollen ihr Handlungsfeld erweitern, indem sie aktiv mit in den Alltag einbezogen werden. Sie wirken aktiv an der Gestaltung des Tagesablaufes mit, indem sie z.B. bei Ausflügen über das Ziel abstimmen. Dadurch erweitern die Kinder ihre Alltagskompetenz, werden in ihrer Selbstständigkeit gefördert und erreichen eine gewisse Unabhängigkeit vom Erwachsenen.


Pädagogische Planung

Rituale sind wichtig. Daher rhythmisieren wir unser Tun in der pädagogischen Planung der Wochentage. Jeder Tag weist eine Besonderheit auf; z.B. ist montags "Mitbringtag",  dienstags "Ausflugstag", donnerstags stehen Schwimmen und Turnen im Wechsel auf dem Programm. In Bildern dient der Wochenplan den Kindern zur Orientierung, dabei wird nach Altersgruppen unterschieden.

Der Jahreskreislauf bestimmt unseren Alltag. So gehen wir bsp. im Herbst mit dem Bauern in die Weinberge Trauben ernten und lassen unsere Drachen im Wind flattern oder läuten mit unseren selbst getöpferten Glöckchen den Frühling ein. 
Kinder stellen kühne Fragen und forschen nach. Das lenkt unser Handeln. So verfolgen wir gespannt das "Babykriegen" unserer winzigen Garnelen im Aquarium, gärtnern im Hochbeet unser Gemüse oder tanzen unter unseren schillernden Diskokugel im Reigen.


Fähige und liebevolle Erzieher*innen

Unsere Erzieher*innen sind unser Schatz. Mit Leidenschaft und Feingespür begleiten sie die Kinder durch das Jahr. Für uns sind sie wertvolle  Partner*innen in der Erziehung unserer Kinder. 




Eingewöhnung

Der Übergang von der Zeit zuhause in den Kindergarten ist eine sensible Phase für die kindliche Entwicklung. Behutsam gehen wir mit den Kindern und deren Familien diesen Weg der stückweisen Loslösung. Dabei orientieren wir uns am Berliner Modell und geben jedem Kind die Zeit, die es für sein Ankommen im Kindergarten benötigt. Wir möchten  ihm das Gefühl vermitteln, bei den Kleinen Strolchen behütet zu sein.

Das Freispiel

Der Schwerpunkt dieser ganzheitlichen Erziehung findet im so genannten Freispiel und dem Alltag der „Strolche“ statt. Der Tagesablauf mit seinen Strukturen, die räumliche Aufteilung und das Angebot der Materialien unterstützen die Förderung in den einzelnen Bereichen.
Freispiel bedeutet, dass die Kinder selbst bestimmen, wo, mit wem, mit welchem Material und für welche Dauer sie ihr Spiel gestalten. Während der Vormittagszeit haben die Kinder die Möglichkeit, zwischen 8.00 Uhr und 9.00 Uhr zu frühstücken. Teilweise wird das Frühstück in das Rollenspiel integriert oder das Spiel wird zu Ende gebracht und danach das Frühstück eingenommen.
So kann jedes Kind seinen individuellen Bedürfnissen folgen und wird in seiner Selbstständigkeit gefördert, denn erst im freien Spiel entwickelt sich die Autonomie des Kindes und damit seine Persönlichkeit.


Vorschule

Der Übergang in die Schule ist ein großer Einschnitt in das Leben eines Kindes. Daher ist  die Vorschule bei den Strolchen nicht nur auf das letzte Jahr im Kindergarten begrenzt. Unter dem Aspekt des ganzheitlichen Lernens ist die gesamte Kindergartenzeit immer auch Vorschularbeit. Nicht nur mit Neugier, Mut und Lernbereitschaft sind die kleinen Strolche bestens auf den Schulanfang vorbereitet.